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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Die Schatten und Geister bleiben

Gespräch mit dem Archäologen und Historiker Anastasios Papadopoulos aus Thessaloniki

Alter Bahnhof von Thessaloniki, von hier gingen die Züge nach Auschwitz und Bergen-Belsen, 2024Karoline Mueller-Stahl
2
Juli2026
19:00 Uhr

HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst

Spinnereistr. 7
04179 Leipzig

Veranstalter: HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst
Eintritt: 6 €, ermäßigt 3 €
www.halle14.org

Das Stadtbild und die Bevölkerungsstruktur Thessalonikis haben sich seit dem frühen 20. Jahrhundert grundsätzlich verändert. Synagogen, Moscheen, Minarette und der Friedhof sind vollständig oder bis auf wenige Ausnahmen zerstört worden. Die jahrhundertealte jüdische und osmanische Geschichte der seit 1912 zu Griechenland gehörenden Stadt ist nicht mehr sichtbar. Der Historiker Mark Mazower nannte sein viel beachtetes Buch „Salonica – City of Ghosts. Christians, Muslims, and Jews 1430–1950“; die deutsch-türkische Autorin Emine Sevgi Özdamar nennt ihren Roman über die von den Nazis und zuvor in den griechisch-türkischen Konflikten und Kriegen ausgelöschten Menschenleben „Ein von Schatten begrenzter Raum“. Die Fragen nach den Schatten und Geistern bleiben gegenwärtig.

Im Gespräch mit Anastasios Papadopoulos werden Margret Hoppe und Karoline Mueller-Stahl solche Fragen diskutieren. Es geht um Gedenken, Erinnern und Verdrängen. Auf welchem Grund stehen wir eigentlich? Was können Steine erzählen? Warum ist die Erinnerung einer Stadt für ihre Gegenwart und Zukunft notwendig?

Barrierefreiheit auf der Veranstaltung

  • Schwarz-weiß Grafik, die einen Rollstuhlfahrer abbildet und für barrierefreien Zugang steht. Barrierefreier Zugang

Über den Veranstalter

Das Kunstzentrum HALLE 14 ist ein lebendiger Schauplatz, Denkraum und Kommunikationsort für zeitgenössische Kunst auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei. Jährlich finden internationale Gruppenausstellungen statt, die gesellschaftskritische Positionen präsentieren und Ausstellungstraditionen sowie Rezeptionsgewohnheiten herausfordern. Eine umfangreiche Kunstbibliothek lädt zum Lesen und Verweilen ein. Regelmäßig werden Vorträge, Diskussionsrunden und Performances veranstaltet. Die Kunstvermittlung organisiert Workshops, Kurse und Führungen für Kinder, Jugendliche, Schulen und Erwachsene. Für bildende Künstler:innen werden Residenzen und Austauschprogramme angeboten. Hinzu kommen ein digitale Fotolabor sowie Studios für internationale und in Leipzig lebende Künstler:innen

Mehr über den Veranstalter