»Doch ich will deinem Hasse nicht erliegen«
Jiddische Lieder von Viktor Ullmann und Erich Zeisl sowie Gedichte von Paul Celan und Nelly Sachs
Ringelnatz-Geburtshaus
Crostigall 14
04808 Wurzen
Mit Liedern von Viktor Ullmann (1898-1944) und Erik Zeisl 1905-1959) sowie Klezmer-Improvisationen erinnert Sieglinde Schneider (Sopran) im Zusammenspiel mit Robert Herrmann (Klavier) an die jüdische Kultur in Mittel- und Osteuropa. Die Heiterkeit der Lieder zeugt von der Zeit vor dem Nationalsozialismus. Zur besseren Verständlichkeit werden die jiddischen Lieder jeweils vorgängig in Übersetzung ohne musikalische Begleitung vorgetragen. Die Gedichte der jüdischen Literaturnobelpreisträgerin Nelly Sachs (1891-1970) und des jüdischen Büchnerpreisträgers Paul Celan (1920-1970) blieben zeitlebens Versuche, einen Umgang mit der Unfassbarkeit des Holocaust zu finden. Bis heute haben sie nichts von ihrer Dringlichkeit eingebüsst.
Barrierefreiheit auf der Veranstaltung
Der Zugang zum Ringelnatz-Geburtshaus ist für Menschen mit einer Gehbehinderung über einen separaten Eingang vollständig barrierefrei. Das Haus verfügt über einen Personenaufzug und eine barrierefreie Toilette.
Im Obergeschoss befinden sich bedingt durch die Altbausubstanz mehrere kleine Schwellen. Das Team des Ringelnatz-Geburtshauses unterstützt Sie gern beim Besuch unserer Räumlichkeiten.
Über den Veranstalter
Der 1992 gegründete Joachim-Ringelnatz-Verein e. V. betreibt das Ringelnatz-Geburtshaus in Wurzen und gestaltet und organisiert durch Ehrenamtliche und Angestellte ganzjährig ein vielfältiges Programm zu Literatur, Kunst und Gegenwartslyrik. Zudem widmet sich der Verein seit Jahren erfolgreich der kreativen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unterschiedlichen Alters. Der Joachim-Ringelnatz-Verein e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das Geburtshaus des Künstlers als nationalen Gedenkort, als Forschungsstätte und als künstlerisches Zentrum für die Region und für Sachsen zu entwickeln und zu betreiben. Das Geburtshaus präsentiert sich heute als Literaturhaus zur Erbepflege und als Echoraum für künstlerische Rezeptionen rund um Ringelnatz.
