Direkt zum Inhalt
Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Eröffnung der Ausstellung „Berlin/Jerusalem. Schockens Gärten“

Schwarz-Weiß-Foto eines großen, kantigen Genbäudes mit Garten. Im Vordergrund befinden sich Bäume
Schocken-Villa in Jerusalem, fotografiert von Alfred Bernheim (um 1938).Foto: Schocken-Archiv, JTS Schocken Institute for Jewish Research, Jerusalem
Schocken-Villa in Jerusalem, fotografiert von Alfred Bernheim (um 1938)Schocken-Archiv, JTS Schocken Institute for Jewish Research, Jerusalem
Wohnhaus in Berlin-Zehlendorf, 1930 von Salman Schocken erworbenSchocken-Archiv, JTS Schocken Institute for Jewish Research, Jerusalem
12
Oktober2026
17:00 Uhr

Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow

Goldschmidtstraße 28
04103 Leipzig

Veranstalter: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow
Eintritt: kostenlos
Zur Anmeldung

Am Montag, 12. Oktober 2026, 17 Uhr findet im Dubnow-Institut die Eröffnung der Ausstellung »Berlin/Jerusalem. Schockens Gärten« statt. Im Podiumsgespräch »Showcasing the Archive« sprechen Dani Hacker (Jerusalem) & Caroline Jessen (Leipzig) über das Schocken-Archiv in Jerusalem. Ab 18 Uhr findet die Eröffnung der Ausstellung mit Grußworten, einer kurzen Einführung sowie der Möglichkeit einer selbstständigen Besichtigung der Ausstellung statt.

Die Ausstellung dokumentiert die Schaffung eines außergewöhnlichen Gartens in Jerusalem in den Jahren 1936 bis 1938. Sie widmet sich der jüdischen Flucht und Auswanderung aus Deutschland und zeigt den Garten als Gegenort zu einer von Zerstörung geprägten Zeit.

1933 entschieden der Unternehmer und Verleger Salman Schocken (1877–1959) und seine Frau Lili (1889–1958), Deutschland mit ihren Kindern zu verlassen. Schockens Kaufhäuser wurden weit unter Wert verkauft, der Verlag liquidiert. Der antisemitischen Gesetzgebung zum Trotz konnte Schocken aber einen Teil seines Vermögens, nicht zuletzt durch den Transfer von Baumaterial und Pflanzen, sowie den Kern seines Archivs nach Jerusalem retten. Viele Akten dokumentieren die praktische und symbolische Bedeutung, die die Gärten der Schockens anfangs in Berlin und ab 1936 in Jerusalem in diesen Jahren gewannen.

Der Garten mit seinen vertrauten und neuen, importierten und zur Anpassung gezwungenen Pflanzen wird in der Ausstellung zum Emblem einer Migrationserfahrung. Zugleich ist die Geschichte, die wir in dieser Ausstellung erzählen, eine besondere, keine exemplarische.

Bitte melden Sie sich bis Donnerstag, 8. Oktober 2026 zur Eröffnung an.

Über den Veranstalter

Das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI) mit Sitz in Leipzig erforscht interdisziplinär und epochenübergreifend jüdische Lebenswelten im mittleren und östlichen Europa von der Neuzeit bis in die Gegenwart. Die Forschungsarbeit nimmt eine gesamteuropäische Perspektive ein und schließt die Räume der jüdischen Emigration, insbesondere Israel sowie Nord- und Lateinamerika, mit ein.

Mehr über den Veranstalter