Kuratorinnenführung durch die Ausstellung „Berlin/Jerusalem. Schockens Gärten“
mit Dr. Caroline Jessen
Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow
Goldschmidtstraße 28
04103 Leipzig
Salman Schocken (1877–1959) baute mit seinem Bruder Simon (1874–1929) eine der modernsten Warenhausketten der Weimarer Republik auf. Dieser Erfolg ermöglichte es ihm, Kunst, Kultur und soziale Projekte zu fördern. Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler entschieden Salman Schocken und seine Frau Lili (1889–1958), Deutschland mit ihren Kindern zu verlassen.
Die Ausstellung nimmt die Jahre der Flucht und Auswanderung von Jüdinnen und Juden aus Deutschland nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933 aus einer prekären Perspektive in den Blick. Die Schaffung eines riesigen Gartens in Jerusalem in den Jahren 1936 bis 1940 durch die Familie Schocken steht quer zur disruptiven Wucht und Vernichtung in Europa. Es ist eine besondere, keine exemplarische Geschichte.
Über den Veranstalter
Das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI) mit Sitz in Leipzig erforscht interdisziplinär und epochenübergreifend jüdische Lebenswelten im mittleren und östlichen Europa von der Neuzeit bis in die Gegenwart. Die Forschungsarbeit nimmt eine gesamteuropäische Perspektive ein und schließt die Räume der jüdischen Emigration, insbesondere Israel sowie Nord- und Lateinamerika, mit ein.


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