Vergiftetes Erbe – Auf der Suche nach jüdischen Eigentümern. Film & Vortrag zur Provenienzforschung
mit SHARON ADLER, Publizistin, Fotografin und Angehörige der 2. Generation von Shoah-Überlebenden
Frauenkultur Leipzig - Soziokulturelles Zentrum
Windscheidstrasse 51
04277 Leipzig
Der NS-Staat versteigerte auf sogenannten „Juden-Auktionen“ weit unter Wert, was in Wohnungen vertriebener jüdischer Menschen verblieb. So auch eine Brillantkette 1941 in Karlsruhe. Woher die Kette kam und wem sie gehörte, darüber schwieg der Großvater von Katrin Meinke. Nach seinem Tod suchte sie die rechtmäßigen jüdischen Erben – und wandte sich an die Stiftung „Zurückgeben“: Gibt es Nachkommen, die überlebt haben? Und wie werden sie auf die Nachricht 80 Jahre nach Beginn des Holocaust reagieren?
Davon erzählen die Arte Doku aus 2023 und der Vortrag von Sharon Adler. Sie engagiert sich seit 2013 ehrenamtlich für die Förderung jüdischer Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen mittels Stipendien – und setzt sich u.a. für Provenienz-Recherchen ein. In Leipzig war sie 2024/2025 aktiv im Rahmen des Projektes des MdbK „Sichtbarmachen – Spuren jüdischen Engagements“ zusammen mit Shlomit Lehavy. Gefördert innerhalb der Jüdischen Woche 2026.
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Über den Veranstalter
Das Soziokulturelle Zentrum Frauenkultur Leipzig ist seit Gründung 1990 ein offener Ort der sozialen Kommunikation, der Begegnung und des Austausches zwischen Menschen – generationsübergreifend, demokratisierend und beteiligungsorientiert. Denn Kunst und Kultur sind beste Mittel, um Menschen eine Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen.Die Eckpfeiler der soziokulturellen Arbeit der Frauenkultur Leipzig sind seit der Gründung 1990 Demokratie, Toleranz, Integration und Positionierung gegen Rassismus und Diskriminierung, wobei der geschlechtergerechte Aspekt relevanter und integraler Bestandteil ist. Das Angebotsspektrum reicht von soziokulturellen und Schul-Projekten, Aktionen und Angeboten kultureller Bildung zu Demokratie und Gleichstellung über feministische Archiv-Arbeit u.a. zu Frauen 1989; über Veranstaltungen aller Kunstgenres bis zu Interkultureller Arbeit im MiO-Mädchentreff und in der Beratungsstelle FiA - Frauen in Arbeit.
