„Wir für uns“
Jüdische Erfahrungen in den letzten Jahren der DDR
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Straße 6
04109 Leipzig
„Wir für uns“ – unter diesem Namen schlossen sich 1986 in der DDR Kinder jüdischer Remigrantinnen und -migranten zusammen. Ihre Eltern waren nach dem Ende des Nationalsozialismus aus dem Exil in den entstehenden sozialistischen Staat gekommen, in dem die nachfolgende Generation auch aufwuchs. In den 1980er Jahren gewann die eigene jüdische Herkunft für die Gruppenmitglieder zunehmend an Bedeutung. Dies geschah in einer Zeit, in der das sozialistische Versprechen auf eine wirtschaftlich und sozial gerechte Zukunft in Staat und Gesellschaft spürbar unterging.
In einem einführenden Vortrag rekonstruiert Dr. Lutz Fiedler die Geschichte von „Wir für uns“ und gibt Einblicke in ein sich wandelndes jüdisches Selbstverständnis sowie in vergessene Kapitel der Nachwendezeit. Anschließend diskutiert die MMZ-Direktorin Prof. Dr. Miriam Rürup mit der Historikerin Dr. Annette Leo, die selbst an der Gründungsveranstaltung von „Wir für uns“ teilgenommen hat und Zeitzeugin der Wendeereignisse ist.
Barrierefreiheit auf der Veranstaltung
Über den Veranstalter
Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig beleuchtet in seiner Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“ zentrale Themen der deutschen Zeitgeschichte: von der SED-Diktatur über das Leben in der DDR und die friedliche Revolution bis hin zum Prozess des deutsch-deutschen Zusammenwachsens seit 1989. Mit rund 2.000 eindrucksvollen Objekten, Fotografien, Dokumenten und Zeitzeugenberichten ist es unser Anliegen, Geschichte erlebbar und für alle zugänglich zu machen.
